Heimat- und Museumsverein Perg, Stifterstraße 1, 4320 Perg,
Telefon: 0650 5427786, E-Mail: heimathaus-stadtmuseum@perg.at

Vereinsvorstand

Vereinsvorstand
1. Reihe von links nach rechts: Wolfgang Lehmann, Josefine Brandstötter, Andrea Guttmann, Franz Moser, Franz Pfeiffer, Leopold Pötscher, Ortrud Hueber, 2. Reihe von links: Alois Lengauer, Walter Pichler, Ilse Kögler, Erwin Kranzler, Käte Kranzler, Josef Gassner, Rosi Pfeiffer, Herbert Grübler, Elisabeth Grübler, Harald Marschner, Herbert Egelseer, Nicht auf dem Foto: Benno Mitterlehner, Manfred Mitterlehner und Friedrich Mayrhofer

Vereinsvorstand

Der Vereinsvorstand wurde am 15. November 2015 für eine Funktionsperiode von drei Jahren neu gewählt:

Obmann: Franz Moser
Obmann-Stellvertreter, Kustos: Mag. Franz Pfeiffer
Kustos-Stellvertreter: Gerhard Pilz (+ 3. September 2016)
Kassier: Josefine Brandstötter
Schriftführer: Mag. Andrea Guttmann
Kassier- und Schriftführer-Stellvertreter: Wolfgang Lehmann

Weitere Vorstandsmitglieder:

Herbert Egelseer, Josef Gassner, Herbert und Elisabeth Grübler, Ortrud Hueber, Ilse Kögler, Käte und Erwin Kranzler, Alois Lengauer, Harald Marschner, Friedrich Mayrhofer, Benno Mitterlehner, Manfred Mitterlehner, Rosina Pfeiffer, Leopold Pötscher

50 Jahre Heimat- und Museumsverein Perg


Festakt 50 Jahre Heimat- und Museumsverein Perg
am 15. November 2017 im Kulturzeughaus Perg

Obmann Franz Moser konnte bei dieser Geburtstagsfeier eine ganze Reihe von Ehrengästen begrüßen: 

Alt-Landeshauptmann Josef Pühringer, Bürgermeister Toni Froschauer, Alt-Bürgermeister Hermann Peham, Bezirkshauptmann Werner Kreisl.
Der Verein ist seit langer Zeit gut eingebettet und vernetzt im Kulturleben der Stadt, das bezeugte auch der Besuch von vielen Obleuten dieser Kulturvereine.

Obmann Franz Moser und sein Stellvertreter Franz Pfeiffer vermittelten mit Gesagtem und einer Fotoschau einen interessanten Rückblick:
Die Gründungsversammlung war am 17. April 1967 im Gasthof Manner. Der damalige Bürgermeister Josef Waidhofer leitete die Wahl des ersten Vereinsvorstandes, Obmann wurde Georg Trauner, vulgo Edhofer.

Der Weg zu einem Heimathaus war aber noch ein steiniger. Mittels Aufrufe an die Bevölkerung begann man Bücher, Fotos, Archivalien und Fundgegenstände zu sammeln.

Das erste Heimathaus wurde im sogenannten Dimmelhaus, einem aufgelassenen Kaufgeschäft in der Herrenstraße eingerichtet – allerdings nur für drei Jahre. Dort fand die erste Heimatausstellung im Rahmen der Stadterhebungsfeier 1969 statt, die immerhin von etwa 2000 Personen besucht wurde.

Wie stellt sich der Heimat- und Museumsverein heute dar:

Er ist eine wesentliche Säule des kulturellen Lebens in der Stadt und veranstaltet
  • Vorträge, Lesungen, Ausflüge und Exkursionen, bei denen Bildung vermittelt wird.
  • Dauerausstellungen, die Interesse finden bei Schulen, Vereinen und der ganzen Bevölkerung.
  • Sonderausstellungen, die Anlass bilden für Forschung und Heimatkunde.
Für die Gäste der Stadt werden Stadtführungen angeboten, eine Kirchenführung oder der sehr beliebte Steinbrecherspaziergang.

Obmann Franz Moser formulierte sein großes Anliegen und seine wichtige Botschaft an alle Bürger und Bürgerinnen der Stadt:

Die Einladung, Mitglied zu werden und insbesondere auch, sich  zu einer Mitarbeit im Heimat- und Museumsverein zu entschließen.

Alt-Landeshauptmann Josef Pühringer hob in seiner Ansprache die Wichtigkeit des Heimatvereins hervor, auch mit dem Hinweis: 

"Geschichtslosigkeit ist Gesichtslosigkeit".

Bürgermeister Toni Froschauer betonte in seinen Glückwünschen an den Verein seine Vision, dass die Anliegen des Vereines und sein vielfältiges Angebot noch viel mehr die Aufmerksamkeit der ganzen Bevölkerung erregen mögen.

In diesen 50 Jahren haben sich viele Personen um den Verein in besonderer Weise gekümmert und sich um die Anliegen verdient gemacht.

Stellvertretend für sie alle wurden mit dem Goldenen Ehrenabzeichen geehrt:

Bürgermeister Toni Froschauer, Bürgermeister a.D. Hermann Peham, Hauptsponsor Josef Pfeiffer und die engagierten Mitarbeiter Käte und Erwin Kranzler.



Die Festversammlung mit einer Reihe von Ehrengästen
Verleihung des Goldenen Ehrenabzeichens: 
Bürgermeister Froschauer, Bürgermeister  a.D. Hermann Peham, Sponsor Josef Pfeiffer
Die Gratulanten LH Josef  Pühringer, Bezirkshauptmann Werner Kreisl, Sponsor Josef Pfeiffer

Gerhard Pilz

Gerhard "Bütz" Pilz
„Kulturarbeiter“ (so nannte er sich selber gerne) Gerhard Pilz (*1942; +2016). Engagierter, ungemein fleißigen Mitarbeiter und Vordenker in der Kulturszene von Perg. Ein Faktotum, der Name „Bütz“ war weitum bekannt (Perger Theater, Autor, Perg-Jazz, Schreibwerkstatt, Galerie im KUZ, Schach-Gruppe).

Jahrzehntelang war Bütz nicht nur Mitglied im Heimat- und Museumsverein, sondern auch im Vorstand, seit es das Heimathaus-Stadtmuseum gibt (1993) – als Kustos, Obmannstellvertreter, Mentor, Ideengeber auf allen Gebieten, Gestalter von Ausstellungen, … und auch als aufmerksamer Nachbar des Heimathauses: er hat immer das Haus im Auge gehabt wie sein eigenes: wenn etwas kaputt war, die Alarmanlage irrtümlich losgegangen ist, die Mülltonne noch hinter dem Haus stand …

Seine berufliche Erfahrung ließ er uns allen zugute kommen beim Verfassen von Texten und beim Gestalten von Plakaten. Vor allem zeichnete ihn auch seine Hilfsbereitschaft aus – man konnte von ihm einfach alles haben. Er war ein bescheidener Mensch, aber über diese zwei Auszeichnungen hat er sich auch besonders gefreut: den Titel „Konsulent“ der oö. Landesregierung und die Oberösterreichische Kulturmedaille.

Beim Verein Steinbrecherhaus war Bütz von Beginn an tätig, also seit zehn Jahren. Er war Obmannstellvertreter und der Mann für alles: Organisator von Veranstaltungen (insbesonderne 29 Mal „Volksmusik beim Steinbrecherhaus“ – ein Markenzeichen und Fixpunkt im Perger Kulturkalender), er hat immer Hand angelegt, wenn es Arbeit gab: Bauvorhaben, putzen, Gebäudeaufsicht, Festgelände betreuen, Ausstellungsstücke organisieren, …

Legendär waren seine Moderationen der Veranstaltungen – in unnachahmlicher Art verstand er es, seine Sätze zu formulieren. 

Besondere Freude bereitete Bütz der Einsatz als Stadtführer: im Heimathaus-Stadtmuseum, im Erdstall „Ratgöbluckn“ oder beim „Steinbrecherspaziergang“. Dabei hat er so viele Geschichten erzählen können und machte damit Geschichte lebendig. Viele dieser Geschichten werden mit ihm verschwunden sein. Unzähligen Gruppen (sicher Hunderten) zeigte er die schönen und interessanten Seiten unserer Stadt. Unter ihnen waren auch sehr viele Schulklassen – und so war er auch ein beliebter Geschichte-Lehrer.

Museumsgütesiegel 2014 bis 2019

Erwin Kranzler, Franz Moser, Franz Pfeiffer (Heimat- und Museumsverein Perg)
mit Klaus Landa (Verbund Oberösterreichischer Museen)
Das Heimathaus Stadtmuseum Perg wurde mit dem Österreichischen Museumsgütesiegel ausgezeichnet
(Entwurf Pressetext vom 12. Oktober 2014 Pfeiffer/Moser)


Dem Heimathaus-Stadtmuseum Perg wurde am 10. Oktober in Bregenz das Österreichische Museumsgütesiegel verliehen. Den feierlichen Rahmen dazu bot der 25. Österreichische Museumstag.
Obmann Franz Moser und die Vorstandsmitglieder Franz Pfeiffer und Erwin Kranzler vom Heimat- und Museumsverein Perg nahmen die Auszeichnung entgegen. 


Aktuell erfüllen nur rund zehn Prozent der österreichischen Museen die strengen Qualitätskriterien, deren Einhaltung von einer Jury überprüft wird. Vergleichbar mit der Hauben-Auszeichnung in der Gastronomie besucht auch ein Bewerter anonym das Museum.


Im Bezirk Perg ist das Heimathaus-Stadtmuseum Perg bislang das einzige Heimat- und Geschichtsmuseum, das mit dem Museumsgütesiegel ausgezeichnet wurde. (Exkurs: Der Großdöllnerhof in Rechberg zählt zur Kategorie der Freilichtmuseen und bekam das Gütesiegel bereits 2005 erstmals zugesprochen und erfüllt bis dato die Kriterien). 


Die Verleihung des Museumsgütesiegels bedeutet einen öffentlich anerkannten Nachweis, dass das Museum eine Verantwortung zur Bewahrung des kulturellen Erbes übernimmt. Die Besucher dürfen eine qualitätsvolle Präsentation und entsprechende Serviceleistungen erwarten.


Subventionsgeber, private und unternehmerische Sponsoren, aber auch Personen und Einrichtungen, die dem Museum vorübergehend oder auf Dauer Objekte zur Ausstellung oder Aufbewahrung übergeben wollen, können Museen, die Träger des Museumsgütesiegels sind, ihr Vertrauen in höherem Ausmaß entgegenbringen. 


Vor allem die Stadtgemeinde Perg kann stolz darauf sein, dass sie mit der erst 2010 abgeschlossenen umfassenden Erweiterung und Verbesserung des Heimathauses- Stadtmuseum Perg die Voraussetzungen für einen zeitgemäßen und repräsentativen Museumsbetrieb geschaffen hat. Das Museumsgütesiegel ist neben der Anerkennung auch der Auftrag, dem städtischen Museumsbetrieb auch künftig einen entsprechenden Stellenwert beizumessen.


Das Team um Obmann Franz Moser ist ausschließlich ehrenamtlich tätig und trifft sich alle sechs Wochen, um den laufenden Museumsbetrieb, Sonderausstellungen und Veranstaltungen wie den Tag des Denkmals, Nacht der Museen oder Tag der offenen Tür zu organisieren.
Aktuell zählen zu den wesentlichen Anliegen die Gewinnung weiterer Mitarbeiter für diverse Tätigkeiten, die Abwicklung der Öffnungszeiten, aber auch für die Durchführung von Führungen und die Übernahme von Vereinsfunktionen.


Der Heimat- und Museumsverein Perg hat rund vierhundert Mitglieder. Er kann jährlich auf mehr als viertausend Museumsbesucher, Teilnehmer an Führungen im Heimathaus- Stadtmuseum sowie in den musealen Außenanlagen Erdstall Ratgöbluckn, Scherer-Mühlsteinbruch und Steinbrecherhaus verweisen. 2014 haben bei der langen Nacht der Kirchen zahlreiche Besucher die Führungen in der Stadtpfarrkirche Perg, in der Perger Kalvarienbergkirche und in der Schlosskapelle Auhof in Anspruch genommen.


Das Heimathaus Stadtmuseum Perg ist jeden Samstag und Sonntag von 14:00 bis 17:00 sowie jederzeit nach telefonischer Vereinbarung geöffnet. Bei Bedarf werden auch Führungen angeboten.

Die Finissage der aktuellen Sonderausstellung "Gold gab ich für Eisen" zur Thematik des Ersten Weltkrieges und seiner Folgen im regionalen Bezug findet mit einem Tag der offenen Tür am Nationalfeiertag, 26. Oktober 2014 statt. Die nächste Sonderausstellung richtet sich an die Freunde von Modelleisenbahnen und wird im Advent und in den Weihnachtsferien geöffnet sein.

Josef Pankraz

Josef Pankraz arbeitete ab 1989 im Heimat- und Museumsverein mit und war ab 1993 für die Haustechnik im Heimathaus-Stadtmuseum zuständig. Anlässlich der Beendigung der aktiven Mitarbeit wurde ihm im Rahmen der Generalversammlung am 15. November 2015 das goldene Ehrenzeichen des Vereins überreicht.

Ehrung für Wolfgang Lehmann

Wolfgang Lehmann mit seiner Urkunde

Besonders  verdiente Ehrenamtlichen wurden vom Verbund Oberösterreichischer Museen am 6. November 2015 im Rahmen einer Feierstunde im Keine-Sorgen-Atrium in Linz geehrt. 

Die Überreichung der Ehrenurkunden nahmen der Präsident des Verbundes Oberösterreichischer Museen o. Univ. Prof. Dr. Roman Sandgruber, Geschäftsführer Dr. Klaus Landa, Dr. Gerhard Gaigg von der Direktion Kultur beim Amt der Oö. Landesregierung und Akad. Vkfm. Disp. Wolfgang Bauer als Vertreter der Oberösterreichischen Versicherung AG vor.  

Franz Pfeiffer

Franz Pfeiffer (* 1958) arbeitet seit 2012 im Heimat- und Museumsverein Perg mit. Er ist von Beruf Genossenschaftsrevisor und Bankprüfer. Ihm obliegt beim Heimat- und Museumsverein vor allem die Betreuung der Vereinshomepage und die Veröffentlichung von Vereinsinformationen im Internet. Er beteiligt sich an der Inventarisierung der heimatkundlichen Sammlung und Bibliothek. Seit November 2015 ist er Kustos und Obmann-Stellvertreter.

Franz Pfeiffer arbeitete zuvor ehrenamtlich mehr als dreißig Jahre lang bei den Mühlviertler Kinderspielen mit, war in den 1970er- und 1980er-Jahren mehrere Perioden im Pfarrgemeinderat von Perg vertreten und gestaltete das Pfarrblatt. Seit 1999 gehört er zum Team des Katholischen Bildungswerks und ist u.a. für die Publikationen des KBW Perg und der Pfarre Perg im Internet zuständig. Bei seinen Urlaubsreisen besucht er immer wieder Unesco-Weltkulturerbe-Stätten im In- und Ausland. Sein heimatkundliches Interesse hat bereits in zahlreichen Wikipedia-Artikeln zur Stadt- und zum Bezirk Perg Niederschlag gefunden.

Anton Baumann

Anton Baumann wurde 2008 von
Landeshauptmann Josef Pühringer
zum Konsulenten für allgemeine Kulturpflege ernannt
Anton Baumann (* 25. Juli 1933; + 2. Jänner 2012) übernahm 1989 zunächst die Stelle des Obmannstellvertreters im Heimatverein Perg und war nach dem Tod von Hans Grübler von 1990 bis 2007 Vereinsobmann. Er nahm dabei gleichzeitig auch die Funktion des Kustos wahr.

Besonderes Anliegen war ihm die Führung von Schulklassen durch das Museum und die musealen Freilichtanlagen.

Baumann war ein Perger Unternehmer und führte bis 1994 gemeinsam mit seiner Frau Johanna die Buchhandlung Baumann. Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit war er einige Zeit Mitglied des Perger Gemeinderates, 1974 Gründungsmitglied und mehrere Jahre Obmann des Perger Pfarrgemeinderates.  Im Zusammenhang mit der Renovierung der Perger Kalvarienbergkirche erwarb er sich besondere Verdienste.

Die Stadtgemeinde Perg verlieh ihm die Goldene Ehrennadel und 2007 auch die Ehrenmedaille und die Oberösterreichische Landesregierung ernannte ihn 2008 zum Konsulenten für allgemeine Kulturpflege.

Folgende Herausforderungen für den Heimatverein wurden während seiner Obmannschaft erfolgreich bewältigt:

  • Die Erweiterung des kulturellen Angebotes durch Veranstaltung von Exkursionen, Vorträgen, Ausflügen, Lesungen und Sonderausstellungen sowie durch Teilnehme an landesweiten Aktivitäten wie Tag der offenen Tür, Tag des Denkmals und Mitwirkung an der Landesausstellung Waldhausen.
  • Nach dem Ankauf eines geeigneten Museumsgebäudes durch die Stadtgemeinde Perg wurde dieses 1992/1993 zum Heimathaus-Stadtmuseum umgebaut und adaptiert. 
  • Mit der Übernahme der Bezirks-Lehrerbibliothek wurde der Grundstein für eine umfassende Museumsbibliothek gelegt, die heute im Rahmen der Öffnungszeiten zugänglich ist.

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Leopold Pötscher

Leopold Pötschter (* 1936), Bediensteter der OÖ. Gebietskrankenkasse i. R., ehemaliger Gemeinderat und Vizebürgermeister sowie Ehrenbürger der Stadt Perg. Als ehrenamtlicher Mitarbeiter im Heimat- und Museumsverein Perg macht er Führungen im Heimathaus-Stadtmuseum sowie in den musealen Außenanlagen Erdstall Ratgöbluckn, Mühlsteinbruch Scherer und Steinbrecherhaus. 2009 zählte er zu den Autoren des Perger Heimatbuches.

Weitere Informationen zu seiner Person: Regiowiki