Heimat- und Museumsverein Perg, Stifterstraße 1, 4320 Perg,
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Vereinsvorstand und Beiräte

Vereinsvorstand und Beiräte
1. Reihe von links nach rechts: Wolfgang Lehmann, Josefine Brandstötter, Andrea Guttmann, Franz Moser, Franz Pfeiffer, Leopold Pötscher, Ortrud Hueber, 2. Reihe von links: Alois Lengauer, Walter Pichler, Ilse Kögler, Erwin Kranzler, Käte Kranzler, Josef Gassner, Rosi Pfeiffer, Herbert Grübler, Elisabeth Grübler, Harald Marschner, Herbert Egelseer, Nicht auf dem Foto: Benno Mitterlehner, Manfred Mitterlehner und Friedrich Mayrhofer (2017)

Gerhard Pilz

Gerhard "Bütz" Pilz
„Kulturarbeiter“ (so nannte er sich selber gerne) Gerhard Pilz (*1942; +2016). Engagierter, ungemein fleißigen Mitarbeiter und Vordenker in der Kulturszene von Perg. Ein Faktotum, der Name „Bütz“ war weitum bekannt (Perger Theater, Autor, Perg-Jazz, Schreibwerkstatt, Galerie im KUZ, Schach-Gruppe).

Jahrzehntelang war Bütz nicht nur Mitglied im Heimat- und Museumsverein, sondern auch im Vorstand, seit es das Heimathaus-Stadtmuseum gibt (1993) – als Kustos, Obmannstellvertreter, Mentor, Ideengeber auf allen Gebieten, Gestalter von Ausstellungen, … und auch als aufmerksamer Nachbar des Heimathauses: er hat immer das Haus im Auge gehabt wie sein eigenes: wenn etwas kaputt war, die Alarmanlage irrtümlich losgegangen ist, die Mülltonne noch hinter dem Haus stand …

Seine berufliche Erfahrung ließ er uns allen zugute kommen beim Verfassen von Texten und beim Gestalten von Plakaten. Vor allem zeichnete ihn auch seine Hilfsbereitschaft aus – man konnte von ihm einfach alles haben. Er war ein bescheidener Mensch, aber über diese zwei Auszeichnungen hat er sich auch besonders gefreut: den Titel „Konsulent“ der oö. Landesregierung und die Oberösterreichische Kulturmedaille.

Beim Verein Steinbrecherhaus war Bütz von Beginn an tätig, also seit zehn Jahren. Er war Obmannstellvertreter und der Mann für alles: Organisator von Veranstaltungen (insbesonderne 29 Mal „Volksmusik beim Steinbrecherhaus“ – ein Markenzeichen und Fixpunkt im Perger Kulturkalender), er hat immer Hand angelegt, wenn es Arbeit gab: Bauvorhaben, putzen, Gebäudeaufsicht, Festgelände betreuen, Ausstellungsstücke organisieren, …

Legendär waren seine Moderationen der Veranstaltungen – in unnachahmlicher Art verstand er es, seine Sätze zu formulieren. 

Besondere Freude bereitete Bütz der Einsatz als Stadtführer: im Heimathaus-Stadtmuseum, im Erdstall „Ratgöbluckn“ oder beim „Steinbrecherspaziergang“. Dabei hat er so viele Geschichten erzählen können und machte damit Geschichte lebendig. Viele dieser Geschichten werden mit ihm verschwunden sein. Unzähligen Gruppen (sicher Hunderten) zeigte er die schönen und interessanten Seiten unserer Stadt. Unter ihnen waren auch sehr viele Schulklassen – und so war er auch ein beliebter Geschichte-Lehrer.